Tierfreunde Spanien

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Die Adoption unserer Hunde ♦ Die Adoption unserer Katzen


Es ist schön zu sehen, dass auch in Deutschland am Schicksal der Hunde in Spanien Anteil genommen wird.

Voraussetzung für die Adoption eines unserer Hunde ist natürlich Tierliebe!
Da wir die Vorgeschichte unserer Schützlinge aber in den seltensten Fällen kennen, suchen wir Menschen die bereit sind, sich auf ein Tier "ohne Vergangenheit" einzulassen, die auch verstehen, dass der Hund wahrscheinlich noch keine Erziehung genossen hat, Dinge wie Leinenführigkeit, Stubenreinheit oder das Alleinbleiben erst noch lernen muss und vielleicht auch noch sehr ängstlich ist. Geduld und Einfühlungsvermögen sollten also unbedingt vorhanden sein, sowie die Bereitschaft sich weiterzubilden und sich mit den Methoden der positiven Bestärkung und den Lerngesetzen vertraut zu machen.
Insbesondere bei Jagdhunden oder Windhunden, im Prinzip aber bei allen Hunden, kann ein mehr oder weniger ausgeprägter Jagdtrieb vorhanden sein. In diesem Fall sollte schon frühzeitig mit einem Antijagdtraining begonnen werden, sehr empfehlenswert ist hierbei das Buch von Pia Gröning und Ariane Ullrich Antijagdtraining: Wie man Hunde vom Jagen abhält.
Manchmal ist jedoch der vorhandene Trieb so stark, dass der Hund zeitlebens nur gesichert, das heißt an der Leine, in der freien Natur laufen kann. Es empfiehlt sich daher, eine eingezäunte Freilauffläche zur Verfügung zu haben, auf dem der Hund einmal toben und spielen kann.
Kommt ein Tier zurück, weil es in seiner Familie nicht bleiben kann, ist das für den Hund eine große Katastrophe. Deshalb sind wir bemüht, für unsere Hunde Plätze auf Lebenszeit zu suchen.

Übrigens: Vermittlungen in Zwingerhaltung lehnen wir strikt ab!

Die Vermittlung läuft in drei Schritten ab:
Der erste Schritt ist unser Fragebogen. Er ist relativ umfangreich, gibt uns aber die Möglichkeit, schon im Vorfeld ein wenig über das Umfeld und die neue Familie, in der der Hund leben würde, zu erfahren.
Im Gegenzug sind wir natürlich bemüht, Ihre Fragen stets zeitnah zu beantworten. Manchmal kann es ein wenig dauern, bis die entsprechenden Informationen aus Spanien kommen. Hier wie dort arbeiten ehrenamtliche Helfer, die im Sinne der bedürftigen Tiere versuchen müssen, alles zeitlich in Einklang zu bringen.

Der zweite Schritt wäre, natürlich nach vorheriger Absprache mit Ihnen, der Besuch eines Tierschutzkollegen bei Ihnen zu Hause. Dieses nennt sich Vorkontrolle! Gerne möchten wir in diesem Gespräch letzte Fragen klären und versuchen, die Stimmigkeit zwischen Mensch und Hund zu beurteilen und das Umfeld ein wenig näher kennenzulernen.
Wenn diese Vorkontrolle positiv verläuft, käme Schritt drei, die Organisation des Transportes.

Normalerweise suchen wir für unsere Tiere Flugpaten. D.h. ein Tourist erklärt sich bereit, auf seinem Rückflug den Hund mit nach Deutschland zu nehmen. In Deutschland wird er dann schon von einem Vertreter einer Tierschutzorganisation und der neuen Familie des Hundes erwartet. Natürlich schauen wir, dass es der nächstmögliche Flughafen für die Adoptanten ist!
Sollte sich einmal kein Flugpate finden, schließen wir uns an den Landtransport von Kollegen an, die diesen regelmäßig durchführen. Je nachdem wo die neue Familie des Tieres lebt, kann es schnell gehen einen Flugpaten zu finden, oft dauert es aber auch länger. Genaue Angaben können wir daher nicht machen. Flugpatenangebote kommen häufig auch sehr kurzfristig, in der Regel können Sie aber von einer Wartezeit von vier bis sechs Wochen ausgehen.

Zu den Kosten:
Unsere Hunde werden nur mit Schutzvertrag abgegeben. Per Schutzvertrag sichern wir ein Tier ab. Das bedeutet, dass wir hierin entsprechende artgerechte Haltung fordern, eine evtl. Rückgabe dadurch regeln und alle, dem Tierschutz entsprechende Klauseln für unsere Vermittlungstiere voraussetzen.
Eine Schutzgebühr ist kein Kaufpreis. Sie dient zum einen dazu, dass nicht unüberlegt ein Hund angeschafft wird, zum anderen ist sie dazu da, die Kosten der Tierschützer aufzufangen. Als Schutzgebühr für unsere Hunde fallen 210 Euro an. Darin enthalten sind dann alle Impfungen, Chip, Entwurmung, Mittelmeertests auf Leishmaniose und Ehrlichiose, EU-Heimtierausweis, Flug- bzw. Transportkosten (sowohl der Transport durch Flugpaten, als auch der Landtransport sind je nach Airline bzw. Aufenthaltsort des Tieres leider nicht ganz billig) und die Gebühr für den Rücktransport der Hundebox nach Spanien. Wie die meisten Tierschutzorganisationen vermitteln wir hauptsächlich kastrierte Tiere. Die Kastration kostet in Spanien 70 Euro. Inklusive der Kastration fallen also insgesamt 280 Euro an.
Die Einnahmen aus den Schutzgebühren sind nach dem Sozialprinzip aufgebaut. Die jungen und gesunden Hunde, für die weniger Kosten nötig sind, tragen die alten oder kranken Hunde mit.
Denn wir vermitteln nicht nur junge Tiere, sondern kümmern uns auch um die Alten und Kranken. Der Betrag, der nach Abzug aller Kosten übrig bleibt, fließt wieder zurück nach Spanien. Davon bezahlen wir die Hundepension, notwendige Operationen und die Medikamente für kranke Tiere!

Bedenken Sie bitte folgendes:
Alle unsere Schützlinge kommen aus mehr oder weniger schlechten Verhältnissen. Es gibt auch darunter die Frohnaturen, die sich sofort in neue Familien integrieren, von Stubenreinheit schon eine gewisse Ahnung haben, usw. ABER: Es gibt auch die anderen - die, die besonders ängstlich und verschüchtert sind, die viel Liebe, Zeit und Geduld brauchen, bis sie Zutrauen zu den Menschen gefasst haben. Hunde, die vielleicht einige Zeit brauchen, bis sie stubenrein sind.